CDU fordert weiterhin vollständige Aufklärung durch Bürgermeister Diedrichsen

„Es ist ein unerträgliches Vorgehen, wenn der entlassene MZH-Geschäftsführer und Bürgermeister Diedrichsen die Gremien der Stadt Wahlstedt immer nur dann informiert, wenn Sachverhalte längst an die Öffentlichkeit gedrungen sind. Viele Fragen bleiben aber weiter offen.

Entgegen seinen Äußerungen in der Presse hat Herr Diedrichsen sich bislang nicht dazu geäußert, warum er das Schreiben der Kommunalaufsicht, in dem ihm Verstöße gegen die Gemeindeordnung vorgeworfen werden, nicht umgehend an seinen Dienstvorgesetzten weitergleitet hat. Es ist eindeutig gesetzliche Pflicht des Bürgermeisters, die zuständigen Gremien umgehend und ausreichend zu informieren –nicht umgekehrt“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Christoph, „hierzu hatte Herr Diedrichsen auch ausreichend Zeit und Gelegenheit“. Während der Bürgermeister von Bad Segeberg die dortige Stadtvertretung informierte, sagte Diedrichsen in der Sitzung der Wahlstedter Stadtvertretung zu der Thematik kein Wort.

Auch die übrigen Einlassungen von Herrn Diedrichsen in der Presseberichterstattung kommen eher einem Werfen von Nebelkerzen gleich, als dass dabei der Wille zur Aufklärung deutlich wird. „Herr Diedrichsen kann sehr wohl eine Stellungnahme zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen abgeben, da dieses seine Befangenheit nicht berührt. Er muss es allerdings auch nicht, da ihm – wie jedem Beschuldigten in einem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren – das Recht zu schweigen zusteht“, so Jan Christoph weiter.

Abgesehen von einem pauschalen Zurückweisen gegen ihn gerichteter Vorwürfe, hat Herr Diedrichsen bislang nichts dazu beigetragen, den zuständigen Wahlstedter Gremien ein Bild vom Zustandekommen des
Pachtvertrages Fehmare zu vermitteln.

„Ich sehe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass der MZH-Aufsichtsrat vor dem rechtskräftigen Zustandekommen des Pachtvertrags Fehmare überhaupt informiert worden war. Um hier auch weitere Aufklärung zu erhalten, werde ich zur nächsten Sitzung der Stadtvertretung eine Anfrage an Herrn Diedrichsen richten, auf deren Beantwortung ich sehr gespannt bin“, so Jan Christoph abschließend.

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